German Studies 204: Intermediate German II
Grammatik-Übungen: Passiv > persönliches Passiv

A. Funktion von werden. Identifizieren Sie alle Sätze, in denen eine Form von werden vorkommt, und bestimmen Sie, wie das Verb jeweils gebraucht wird.

Peter Micheler, 17:
Für den Umweltschutz wird zu wenig getan. Das gilt auch für mich. Ich bin zu träge. Die Müllentsorgung sollte zum Beispiel einfacher gemacht werden. Das eigentliche Umweltproblem ist die Profitgier der Industrie. Solange Umweltschutz sich nicht lohnt, wird sich nicht viel ändern. Umweltfreundliche Technik ist noch zu teuer. Die meisten Menschen werden erst dann umweltbewußt, wenn sie in dicken Nebelschwaden herumlaufen müssen.

 

 

B. Unpersönliches Passiv. Stellen Sie umweltfreundliche Regeln für Ihre WG auf. Bilden Sie unpersönliche Passivsätze. 
Beispiel: ab sofort recyceln
  Ab sofort wird recycelt.

1. zuerst einmal über unser Konsumverhalten nachdenken

2. von jetzt an sparen

3. von jetzt ab auf umweltschädliche Produkte verzichten

4. ab sofort weniger mit dem Auto fahren und öfter zu Fuß gehen

5. bei schönem Wetter radeln

6. auf der Autobahn nicht mehr rasen

7. von jetzt an vegetarisch essen

 

C.  Persönliches Passiv mit Modalverb. Schreiben Sie, was für die Umwelt getan werden kann.
Beispiel: Autos nur in Waschanlagen reinigen (sollen)
  Autos sollen nur in Waschanlagen gereinigt werden.

1. überflüssiges Verpackungsmaterial vermeiden (können)

2. Glas, Papier und Aluminium recyceln (müssen)

3. Altbatterien zu Sammelstellen bringen (sollen)

4. alte Medikamente nicht in den Abfall werfen (dürfen)

 

D. Alternativkonstruktionen im Aktiv: man. Machen Sie Vorschläge, was der einzelne für den Umweltschutz tun kann.
Beispiel: Der Umweltschutz muss gelebt werden.
  Man muss den Umweltschutz leben.

1. Der Hausmüll kann leicht reduziert werden.
2. Wegwerfprodukte sollten vermieden werden.
3. Es sollten nur Sprays ohne Treibgas benutzt werden.
4. Der Abfall muß sortiert werden.
5. Energie darf nicht länger verschwendet werden.

 

E. Aktivkonstruktionen mit passivischer Bedeutung: sich lassen + Infinitiv. Übernehmen Sie die Rolle eines Politikers und versuchen Sie, die Bürger mit Allgemeinplätzen (= platitudes) zu beschwichtigen (= to placate).
Beispiel: Diese Probleme können leider nicht vermieden werden.
  Diese Probleme lassen sich leider nicht vermeiden.

1. Der Lärm kann leider nicht verhindert werden.

2. Der Fortschritt kann nicht aufgehalten werden.

3. Die Autos können doch nicht aus den Städten verbannt werden.

4. Gesundes Wachstum kann doch nicht verboten werden.

5. Die Uhr kann doch nicht einfach zurückgestellt werden.

 

F. Aktivkonstruktionen mit passivischer Bedeutung: sein ... zu + Infinitiv. Schreiben Sie die Überschriften neu.

1. Was muss getan werden?

2. Der Regenwald muss geschützt werden.

 

G. Passiv- oder Alternativkonstruktion. Machen Sie Vorschläge, wie die Lebensqualität in den Großstädten verbessert werden kann. Gebrauchen Sie dabei entweder eine Passivkonstruktion oder eine Aktivkonstruktion mit passivischer Bedeutung. 
Beispiel Lärm bekämpfen
  Der Lärm muss bekämpft werden. oder: Man muss den Lärm bekämpfen.

1. Abgase reduzieren

2. Parks anlegen

3. Innenstadt für den Autoverkehr sperren

4. Altstadt erhalten

5. Altbauten sanieren

 

J. Stativ. Das Semester ist zu Ende, Sie sind bereit, nach Hause zu fahren. Versichern Sie sich selbst, daß alles erledigt ist. Konstruieren Sie Sätze im Zustands-Passiv.
Beispiel: alles / erledigen
  Alles ist erledigt.

1. die Arbeit / abgeben

2. alle Klausuren / schreiben

3. alle Rechnungen / bezahlen

4. die Wohnung / kündigen

6. die Zeitung / abbestellen