| German Studies 204: Intermediate German II Grammatik-Übungen: Passiv > persönliches Passiv |
| A. Passiv: Präsens. Vervollständigen Sie die Auszüge aus Brigitte mit Passivkonstruktionen im Präsens. |
| Knuth Stein (24), Fotoassistent, Vater Chinese: |
| (1) Jeden Tag passiert etwas, was dir klarmacht: auf den ersten Blick (ansehen) du nicht als normaler Deutscher. . |
| (2) Von Passanten (angaffen) du und von Verkäufern (anreden) du auf Englisch oder in gebrochenem Deutsch |
| (3) Meistens fragt man mich: "Woher kommen Sie eigentlich?" Das geht zwar auf die Nerven, aber solche Neugier nehme ich keinem übel. |
| (4) Aber es kommt auch vor, daß ich als Schlitzauge (beschimpfen). Dann sage ich nichts und gehe einfach weiter. |
| Sabina Idun (16), Schülerin, Vater farbiger Deutscher |
| (1) Das größte Problem für mich sind eigentlich die Männer. Als farbige Frau (ansprechen) ich nur wegen meiner Hautfarbe. |
| (2) Farbige Frauen (werfen) alle in einen Topf: sie tanzen gut, sind immer fröhlich und sind gut im Bett |
| (3) Ihnen (absprechen) alle Individualität |
| B. Passiv: Perfekt. Vervollständigen Sie den Auszug aus Brigitte mit Passivkonstruktionen im Perfekt. |
| Knuth Stein (24): |
| (1) Ich selbst (angreifen) von den Skins noch nicht, aber ich gehe ihnen vorsichtshalber aus dem Weg. Meine schlimmste Begegnung hatte ich mit HSV-Fans in der S-Bahn. |
| (2) Die waren betrunken und haben gegrölt: "Wir sind totale Rechtsradikale." Da (packen) ich von einer schrecklichen Angst. |
| (3) Ich habe den Mantelkragen hochgeschlagen. Zum Glück (erkennen) ich nicht als Aus-länder. Als die Bahn an der nächsten Station gehalten hat, bin ich schnell ausgestiegen. |
| C. Persönliches Passiv. Vervollständigen Sie die Umfrage aus der AZ mit Passivkonstruktionen im jeweils in Klammern angegebenen Tempus. |
| Griechin Frederiki Kiriakidoy (34), Ladenbesitzerin: |
| Meine zwei besten Freundinnen sind Deutsche und wir sitzen oft zusammen. Obwohl ich selbst (akzeptieren, Präsens), gefällt es mir in München nicht so sehr, gerade jetzt, wo der Fremdenhaß von neuem (anstacheln, Präsens). In den letzten Monaten sind viele meiner griechischen Freunde in ihre Heimat zurückgekehrt. |
| Spanier Emilio Algarra (44), Touristik-Angestellter: |
| In 27 Jahren München habe ich viele Deutsche kennengelernt, von denen einige enge Freunde geworden sind. Meistens ich freundlich (behandeln, Präsens), nur selten ich als Ausländer (anpöbeln, Präsens). |
| Französin Yvette Ebner (55), Französischlehrerin: |
| Als Französin ich gar nicht als Ausländerin (erkennen, Präsens). Von meinem Beruf her habe ich viel mit Deutschen zu tun, und deshalb sind die meisten meiner Freunde auch Einheimische. Ich hier ja so freundlich (aufnehmen, Perfekt), daß ich nie Heimweh hatte. |
| Türke Handi Konak (51), Hausmeister im Rathaus: |
| Ich bin schon seit 20 Jahren hier und habe viele deutsche Freunde. Ich von keinem schlechter (behandeln, Präsens), weil ich Türke bin. Auch beruflich ich nie (benachteiligen, Perfekt). |
| D. Persönliches Passiv. Ergänzen Sie den Artikel Vom Willkommensgruß zur Abschiebehaft: Die Deutschen und die Fremden mit Passivkonstruktionen im jeweils in Klammern angegebenen Tempus. |
| (1) | Am 10. September 1964 Armando Rodrigues von einer großen Menschenmenge auf dem Kölner Bahnhof (begrüßen, Präteritum). |
| Kameras blitzen, Fernsehkameras surrten. | |
| (2) | Dann wurden dem Portugiesen Blumensträuße und ein Moped überreicht - der millionste Gastarbeiter hatte bundesdeutschen Boden betreten. Das ist lange her. |
| (3) | Vorbei sind die Zeiten, als Arbeitskräfte dringend (suchen, Präteritum). |
| Ausländer waren nie gleich Ausländer. | |
| (4) | Zwar auch zu Prosperitätszeiten Italiener als “Itaker” (beschimpfen, Präteritum), aber die Italiener, Spanier, Portugiesen und Griechen galten als “Edelausländer”. |
| (5) | Unsere Kultur durch sie (bereichern, Präteritum), das konnte man schmecken. Die Pizzeria, der Eissalon, die griechische Taverne zeugen von einer gelungenen kulturellen Integration. |
| (6) | Doch die Türken mit ihren fremden, großfamiliären Lebensformen, die Tamilen, Sudanesen und Eritreer als Bedrohung (empfinden, Präteritum). |
| (7) | Asylbewerber als “Wirtschaftsflüchtlinge” in ihre Heimatländer (abschieben, Präteritum). Die Deutschen und die Fremden - ein heikles Kapitel. |
| (8) | Psychologisch es mit dem chronischen Identitätsproblem der Deutschen (erklären können, Präsens). |
| (9) | Doch es geht auch um das Nicht-teilen-Wollen, die ewige Angst davor, daß der so mühsam errungene Wohlstand mit anderen (teilen müssen, Präsens). |
| (10) | Schon der Fremdenhaß auch gegen die eigene Nationalität (richten, Präsens): |
| (11) | Sogar die deutschen Aussiedler heute zu Menschen zweiter Klasse (machen, Präsens). Über die Hälfte der Bundesbürger glaubt, daß die Bundesrepublik mit ihren fast achtzig Millionen Einwohnern “überfremdet” ist. |