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Korrekturhilfe

Deutsch 364: The Birth of Modern Germany:
Deutschland im 19. Jahrhundert

German Studies & Russian
Macalester College
St. Paul, Minnesota
Rachael Huener, Ph.D.
huener@macalester.edu
Sprechstunden Herbstsemester 2007: Mo-Mi-Fr 13.30-14.30
oder nach Vereinbarung (Tel. 6759)


Deutsch 364, >die Geburt des modernen Deutschlands<, versteht sich als eine interdisziplinäre Untersuchung des kulturellen Ausdrucks der deutschen Staaten und der deutschen Nation im >langen 19. Jahrhhundert<. Unter >Kultur< verstehen wir nicht nur belletristische Literatur und >hohe< Kultur, sondern auch andere Kulturformen wie z.B. die Massenmedien, soziale Fragen/Konflikte, Politik und andere kulturelle Ausdrucksformen.


Leistungskategorien

Vorbereitung und Mitarbeit am Unterricht 20

=Anwesenheit, aktive und informierte Teilnahme an der Diskussion
3 Prüfungen (3 x 15) 45
  Prüfungen beinhalten sowohl Fragen zum Inhalt der gelesenen Werke und zum geschichtlichen und kulturellen Zusammenhang, als auch kurze Aufsätze zur Interpretation
4 Kurzkommentare (4 x 5) 20
  TeilnehmerInnen kommentieren (siehe unten) fünf Textstellen. Kommentare dürfen einmal verbessert werden.
1 Referat 15
  ein kurzes mündliches u. schriftliches Referat
  =100


Anweisungen zum Kurzkommentar

Am Ende jedes Lesehilfsblatts stehen Textstellen zum kommentieren. Beim Kommentar soll man die folgenden Fragen berücksichtigen:

• In welchem Zusammenhang steht diese Textstelle (wo steht es in der Handlung, in der Entwicklung des Charakters usw.)?
• Wie ist das Zitat im engeren Zusammenhang zu verstehen (was meint der Sprechende damit, was drückt es über die jeweilige Situation aus)?
• Wie ist die Textstelle im breiteren Zusammenhang der kulturgeschichtlichen Themen und der Kursthemen zu interpretieren?

Jedes Kommentar soll etwa 100-300 Wörter betragen, und muß 100% original sein. Das Kommentar vor dem Unterricht an die Kursleiterin über Email geschickt werden. Nicht-überprüfte Kommentare (=Kommentare mit mehreren Rechtschreibungs-, Genus- und Kasusfehlern) werden ohne Benotung zurückgewiesen.

Kommentare dürfen einmal nach Sprache und Inhalt verbessert werden.

Beispielkommentar / der blonde Eckbert

Nur haltet meine Erzählung für kein Märchen, so sonderbar sie auch klingen mag.

Mit diesen Worten beginnt Eckberts Frau Bertha, die Geschichte ihrer Kindheit zu erzählen. Es ist eine stürmische Nacht, und der Familienfreund Philipp Walther übernachtet bei dem Ritter und seiner Frau in ihrer Burg. Man verbringt den Abend zusammen >unter vertraulichen Gesprächen<, und Eckbert hat eben gebeten, seine Frau sollte über ihre >seltsame< Kindheit erzählen.

Strukturell hat dieser Satz die Funktion, in der Novelle den Übergang vom Rahmen in die innere Erzählung zu markieren: die innere Erzählung wird eben sehr stark durch das Märchenhafte und Verwirrende geprägt, sowohl in der Atmosphäre als auch in der Handlung. Es ist den Hauptcharakteren Eckbert und Bertha niemals klar, ob die Gegend und andere Figuren in der Tat existieren, oder ob sie nur Schimären sind. Der Auftrag >haltet meine Erzählung für kein Märchen< ist in der Erzählstruktur teilweise ironisch: gerade auf das Märchenhafte sollte man achten.

Auch ist das Märchenhafte überhaupt charakteristisch für die Romantik, die am Anfang des 19. Jahrhunderts sehr stark war. In der Romantik war der Mensch oft sowohl der Natur als auch über- oder unterirdischen Mächten unterliegen. In der Romantik sucht der Mensch oft Verbindung zu anderen Menschen, zur Natur, zur Welt oder zum Gott, wird aber durch eine höhere Gewalt bzw. höhere Kräfte außer seiner Kontrolle daran verhindert. In Der blonde Eckbert will zum Beispiel die junge Bertha nicht mehr in der >Waldeinsamkeit< leben und sucht Kontakt mit der äußerlichen Welt. Dabei aber bestiehlt sie die alte Frau, die sie jahrelang betreut hat, und die Alte rächt sich dann mittels ihrer Zauberei. Diese Rache bleibt auch schließlich nicht in der Vergangenheit der inneren Erzählung aber, sondern ragt auch grauenhaft in die Rahmenerzählung ein, in der Bertha schließlich an ihren Schuldgefühlen zugrunde geht und ihr Mann in Wahnsinn verfällt.


Statement on Resources and Academic Honesty

The German Studies Department encourages you to employ all of the useful resources available for studying and improving your German. A good print dictionary (e.g. The Oxford Duden German-English Dictionary) or online dictionary (e.g. http://dict.leo.org/), German spellchecking (available on all of the HRC computers and provided with every copy of Microsoft Word with the Proofing Tools), the library, the Internet (e.g. German search engines such as http://www.google.de), department tutors, native speakers, advanced students of German on campus, and of course, your professors, are all excellent resources for you.

Be advised, however, that in writing your German-language essays and papers or preparing oral presentations, the usual academic honesty policies apply (cf. the Student Handbook http://www.macalester.edu/deanofstudents/handbook/academic_policies.html): Plagerism, defined simply and broadly as presenting someone else's language and ideas as your own, is strictly prohibited. This means that you may not include any phrases or sentences taken from a website, an article or a book without citing them appropriately (i.e. using quotation marks and either a parenthetical citation or a footnote); nor may you present language edited by a native speaker or an advanced student of German as your own. This means that although it is appropriate to get help from anyone-especially your professor!-on discrete vocabulary or the occasional knotty grammatical problem, it is not appropriate to have someone go through an essay and find and correct errors, if you are going to submit the essay as your work. Such a practice is not good for your learning and it is not honest. If you have any questions about appropriate or inappropriate resources, talk to your professor.