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Kursbeschreibung, Ressourcen, Korrekturhilfe |
Deutsch 366: Nachkriegsdeutschland |
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| Deutsch 366 >Nachkriegsdeutschland< versteht sich als eine interdisziplinäre Untersuchung des kulturellen Ausdrucks der zwei deutschen Staaten nach 1945. Unter >Kultur< verstehen wir nicht nur belletristische Literatur und >hohe< Kultur, sondern auch andere kulturelle Ausdrucksformen wie z.B. Film und andere Medien, soziale Fragen und Konflikte, Wirtschaft und Politik. |
Leistungskategorien:
| Vorbereitung und Mitarbeit am Unterricht | 30 |
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=Anwesenheit,
aktive und informierte Teilnahme an der Diskussion, Verwendung
von Lesehilfen |
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| 3 Prüfungen (3 x 15 Punkte) | 45 |
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| Prüfungen beinhalten sowohl Fragen zum Inhalt der gelesenen Werke und zum geschichtlichen und kulturellen Zusammenhang, als auch kurze Aufsätze zur Interpretation | ||
| 5 Kurzkommentare (5 x 5) | 25 |
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| TeilnehmerInnen kommentieren Textstellen oder Filmsequenzen aus fünf verschiedenen Werken eigener Wahl. Kommentare dürfen einmal verbessert werden. (Anweisungen siehe unten) | ||
=100 |
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Kurzkommentare
| Anweisungen zum Kurzkommentar: |
Das Kurzkommentar ist eine kurze (nicht länger als 750 Wörter) originale Analyse einer Textstelle oder Filmsequenz. Alle KursteilnehmerInnen schreiben fünf Kurzkommentare und alle dürfen wählen, zu welchen Werken sie ein Kommentar schreiben. Textstellen und Sequenzen, die zu kommentieren sind, stehen am Ende jedes Lesehilfsblatts.
In dem Kommentar sollen die folgenden Fragen berücksichtigt werden: Das Kommentar soll vor dem Unterricht an die Kursleiterin als Email-Anhang geschickt werden. Nichtüberprüfte Kommentare (=Kommentare mit übermäßigen Schreibfehlern) werden ohne Benotung zurückgewiesen. Kommentare dürfen einmal nach Sprache und Inhalt verbessert werden. |
| Beispielkommentar: |
Lebensmüde? Diesen asiatischen Horden wollt ihr in die Hände fallen? Die Russen schneiden doch allen Frauen die Brüste ab! [Christa Wolf, Blickwechsel] Der Sprecher ist ein SS-Offizier, der diese Sätze der Familie (genauer: der Großmutter) der Erzählerin im April 1945 im Luftschutzbunker sagt. Die Familie ist am Kriegsende von ihrer Heimat im Osten vertrieben worden und man flieht vor den Russen in den Westen. Die Flucht ist schwer und gefährlich, und die Flüchtlinge - vor allem die Mutter und die Großmutter - wollen nicht weiter. Diese Wörter sollen sie dazu motivieren, weiter in den Westen zu rücken. Der SS-Offizier verwendet bei dieser Bedrohung bekannte rassistische Begriffe und Denkweisen des Dritten Reiches: die Russen seien >asiatische< Unmenschen, die den deutschen Frauen >die Brüste abschneiden< bzw. sie vergewaltigen und töten. Offensichtlich glaubt zumindest die Großmutter daran, was der SS-Offizier sagt, denn die Famlie rückt mühsam und langsam weiter. Diese Sätze drücken einerseits die Angst der Deutschen vor der Rache der Russen aus, aber auch anderseits ihre eigenen rassistischen Vorstellungen. Sie zeigen ja auch, wie bereit manche Deutschen waren, immer noch Terror über andere Deutsche auszuüben. Interessant aber problematisch ist dabei auch, daß in den Sätzen ein Stück Wahrheit steckt. Es stimmt, daß manche Soldaten der Roten Armee an den Deutschen Rache ausgeübt haben, wohl mehr Soldaten als bei den anderen Alliierten-Armeen, zum größten Teil wohl aus Rache wegen ihrer eigenen Behandlung von den Deutschen, die in der Sowjetunion viele Menschen einfach ermordert und weite Teile des Landes zerstört haben. Wir sehen hier, wie manche Deutschen aus diesen Gründen Zuflucht bei den westlichen Alliierten - vor allem den nicht so rachesuchenden bzw. rachebedürftigen Amerikanern - gesucht haben. |
| Verben (& Tempus) | |
GELB Verbform |
Der Protagonist wollen [will] damit aussagen, daß... |
HELLGRÜN Tempus |
Damals meint [meinte] man, daß man sowas nicht sagen durfte. |
| Nomen (& Kasus) | |
HELLLILA Genus |
Die [Der] Film handelt von ... |
BRAUN Kasus |
In den [dem] Film sieht man viele Beispiele... |
PURPUR Zahl |
Diese Figur hat zwei Weltkrieg [Weltkriege] überstanden. |
BLAU Adjektivendung |
Die beste [besten] Beispiele dieses Phänomens findet man... |
| Syntaktik | |
DUNKELGRÜN Wortstellung |
Katharina Blum sprach ungern mit dem Polizisten, weil er war krass und unfreundlich [weil er krass und unfreundlich war]. |
| Lexis | |
ROSA Wortwahl |
Der jüngere Polizist war sympatisch [hatte Mitleid] mit Katharina. |
| Verschiedenes | |
HELLBLAU Rechtschreibung |
Der Erzahler [Erzähler] beschreibt seine Erfahrungen in der geteilten Stadt. |
ROT Interpunktion |
Unterwegs fragte der Onkel, "Wohin wollen wir überhaupt?" [Unterwegs fragte der Onkel: >Wohin wollen wir überhaupt?<] |
[ ] falsch zusammengesetzte Wörter |
Sie bewarb sich an die [Universität von Heidelberg] [Universität Heidelberg]. |
ORANGE meine Vorschläge |
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GRAU etwas fehlt |
Dieser Satz drückt [aus], wie man damals darüber gedacht hat. |
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